Boswellia (Weihrauch)

12.12.2018

Wissenswertes zur Pflanze

Harze und Balsame breiten beim Verbrennen intensive, wohlriechende Düfte aus, derer man sich bei Kulthandlungen bedient. Weihrauch ist ein Harz, das aus Boswellia, einem in Somalia, Südarabien und Äthiopien wild wachsenden Baum, gewonnen wird. Dazu ritzt man Schnitte in die Rinde, woraufhin der Baum ein Harz ausscheidet, um diese Wunden zu verschließen. An der Luft erhärtet das Harz schnell, lässt sich dann leicht abnehmen und kommt als Weihrauch (Olibanum) in Form eines körnigen Materials in den Handel.

Boswelliaextrakte werden oral als Kapseln oder Tabletten mit einem gewöhnlichen Gehalt von etwa 400 mg Boswelliaextrakt eingenommen. 


Medizinische Anwendung

Bei schmerzhafter Gelenkarthritis und entzündlichen Darmerkrankungen.
In der Ayurvedischen Medizin wird Indischer Weihrauch zur unterstützenden Behandlung der chronischen Polyarthritis verwendet sowie zur Remissionsbehandlung bei den entzündlichen Darmerkrankungen Colitis ulcerosa und Morbus Crohn. Klinische Studien bestätigen die Wirksamkeit des Indischen Weihrauchs bei den entzündlichen Darmerkrankungen, jedoch steht die abschließende Beurteilung der Anwendungsgebiete und damit die Zulassung in Deutschland noch aus. Zugelassene standardisierte Präparate des Auslands können auf Einzelverschreibung eingeführt und angewendet werden.


Das Zapfen von Weihrauchharz

Die traditionelle Methode, Weihrauch zu gewinnen, wurde in Dhofar von Generation zu Generation weitergegeben. Dabei wird die Rinde der Weihrauchbäume mit einem speziellen Messer eingeritzt. Harz tritt aus, trocknet an der Luft und kann in Form der sog. Harztränen geerntet werden. Das Harz besteht zu 15 bis 20 Prozent aus heilkräftigen Boswelliasäuren.

Der erste Erntevorgang ergibt nur ein sehr minderwertiges Harz, welches früher weggeworfen wurde, heute allerdings vermarktet wird. Erst drei Wochen später wird eine annehmbare Qualität geerntet, die mit den folgenden Wochen immer besser und reiner wird.


Weihrauch hilft gegen Entzündungen aller Art

Die entzündungshemmenden Substanzen im Weihrauch helfen bei Entzündungen aller Art. Insbesondere bei den erwähnten rheumatischen Erkrankungen, aber auch bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie z. B. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Studien bewiesen, dass Weihrauchextrakt genauso gut wirkt wie herkömmliche Medikamente - nur eben ohne deren Nebenwirkungen.