Curcuma

29.11.2018

Curcuma ist mehr ein Heilmittel als ein Gewürz, denn Curcuma hilft gegen Krebs, beugt Alzheimer vor, leitet Schwermetalle aus, schützt vor Fluoriden, heilt die Leber und ist gleichzeitig ein starkes Antioxidans. Diese Eigenschaften hat Curcuma natürlich nicht in den gewürzüblichen Kleinstmengen. Die richtige Anwendung von Curcuma zu Heilzwecken ist jedoch für viele ein Rätsel. Daher zeigen wir Ihnen, wie Sie Curcuma täglich so in Ihren Speiseplan einbauen können, dass Sie die erforderliche Dosis für eine Heilwirkung auch tatsächlich erreichen. 

Curcuma oder auch Kurkuma (lateinisch Curcuma longa oder indischer Safran genannt ) - in Deutschland Gelbwurz genannt - ist mit seiner heilenden Wirkung in Asien seit über 5.000 Jahren bekannt. Genauso lange wird sie auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und im Ayurveda, der indischen Medizin, verwendet.

Das goldene Gewürz wird zumindest in Indien täglich verzehrt. Es gibt aber auch viele westliche Studien, die zeigen, dass Curcumin bei Krankheiten wie Alzheimer, Krebs, Diabetes, Verdauungsbeschwerden, Schmerzen und Entzündungen helfen kann. 

Die Kurkuma Pflanze gehört zur Familie der Ingwergewächse. Sie wird bis zu einem Meter hoch, ihre Blätter, die an Schilf erinnern, sind hellgrün. Interessant ist ihr Wurzelstock, der als Gewürz und Heilmittel verwendet wird. Er wird getrocknet und pulverisiert. Kurkuma ist mit der Ingwer-Pflanze, der Alpinia und dem Kardamom eng verwandt. Wie diese Pflanzen vermehrt die Kurkuma sich durch Rhizome, d. h. durch unterirdische Wurzelausläufer.

Effektive Anwendung von Kurkuma

Das im Kurkuma enthaltene Kurkumin ist nicht wasserlöslich und kann daher vom Körper außerhalb der Mahlzeiten nur schwer aufgenommen werden. Ausserdem verbleibt es einmal resorbiert nur für eine kurze Zeit in der Blutbahn. Man spricht hier von einer schlechten Bioverfügbarkeit. Um diese zu verbessern, sind folgende Dinge unbedingt zu beachten, ansonsten scheidet man die tollen Wirkstoffe fast vollständig wieder aus.

Einnahme immer mit schwarzem Pfeffer

Das im schwarzen Pfeffer enthaltene Piperin sorgt dafür, dass das Kurkumin 20 mal besser vom Körper aufgenommen wird (Studie). Dabei sind keine großen Pfeffermengen notwendig. Schwarzer Pfeffer enthält 5-9 Prozent Piperin. Eine Kombination von 1 mg Piperin je 100 mg Kurkumin führt bereits zu dem genannten Effekt. Eine Prise Peffer reicht also meistens bereits aus. Einige Menschen reagieren empfindlich auf Pfeffer und evtl. auch auf ein Extrakt aus Pfeffer wie Piperin. Unverträglichkeiten von Pfeffer oder Piperin können zu Sodbrennen oder anderen Magenreizungen führen. Daher empfiehlt sich bei bekannter leichter Reizbarkeit des Magens die vorsichtige und umsichtige Einnahme von Curcuma-oder Curcumin-Präparaten mit Piperin. Auch Ingwer und andere Gewürze helfen wahrscheinlich, die Bioverfügbarkeit des Kurkuma-Wirkstoffes zu erhöhen. Dafür spricht diese Studie: Bioavailability enhancers of herbal origin: An overview

Einnahme mit Fett

Da Kurkuma und Kurkumin nicht wie viele andere Stoffe und Gewürze wasserlöslich, sondern fettlöslichist, muss Kurkuma und Kurkumin zwingend zusammen mit Fett eingenommen werden!

Die Kombination des indischen Gewürzes zusammen mit Pfeffer und z.B. Olivenöl, Leinöl oder anderen Fetten ist sehr lecker und verbessert die Bioverfügbarkeit des Kurkumins. Daher sollte das Kurkuma-Pulver großzügig zum Würzen von Speisen verwendet werden oder in Kapseln zu Mahlzeiten eingenommen werden. Am besten wird das Gewürz vor der Verwendung mit ein wenig Öl vermischt und erst dann geschluckt oder dem Gericht hinzugegeben. Bei Verwendung von frischen Kurkuma-Knollen helfen die enthaltenen natürlichen Öle bei der Resorption. Für Süßspeisen eignet sich die Verwendung von Kokosöl zusammen mit Kurkumin hervorragend.

KURKUMA GEHÖRT ZUR FAMILIE DER INGWER-GEWÄCHSE

Deshalb ähnelt das Gewürz der Ingwerknolle nicht nur äußerlich, auch die Heilkraft ist ähnlich: Die Gelbwurz, wie die Knolle auch genannt wird, wirkt antioxidativ, entzündungshemmend, antibakteriell und wundheilend. Diese heilende Wirkung ist dem Kurkumin zuzuschreiben, dem wichtigsten Bestandteil von Kurkuma. Die gelbe Knolle wirkt ähnlich stark gegen Entzündungen im Körper wie Antibiotika - aber ganz ohne die teilweise gefährlichen Nebenwirkungen.

Die Liste der Erkrankungen, bei denen Kurkuma helfen kann, ist lang. Es regt die Verdauung an und lindert damit Beschwerden wie Blähungen oder Völlegefühl. Kurkuma kann den Cholesterinspiegel und den Blutzucker senken. Zudem verringert Kurkuma das Risiko, an Alzheimer zu erkranken. Wissenschaftler befassen sich immer wieder mit der Gelbwurz und haben in mehreren Studien nachgewiesen, dass sie sogar Eigenschaften besitzt, die sich gegen Krebs einsetzen lassen.

Das Kurkumin aktiviert Gene, die die Selbstzerstörung der Krebszellen auslösen. Dadurch kann der Tumor fast vollständig vernichtet werden. Zudem verhindert das goldene Wundergewürz, dass sich Metastasen im Körper bilden. Bei vielen Krebsarten, wie Gebärmutterhalskrebs, Lungenkrebs oder Darmkrebs, zeigt Kurkuma zwar diese hemmende Wirkung. Vollständig heilen kann sie den Krebs dennoch nicht.

Curcuma als Blutverdünner

Zur Blutverdünnung wird gerne Aspirin verordnet. Einige Studien aber weisen darauf hin, dass Curcuma mindestens ebenso gut wirkt. Während aber Aspirin langfristig zu inneren Blutungen im Magen-Darm-Bereich führen kann, besteht diese Gefahr bei Curcuma nicht.


Extra-Tipp: Erhitzen!

Warum werden fast alle Gewürze in den asiatischen Ländern in Öl erhitzt bevor die weiteren Zutaten hinzugegeben werden? Sicherlich ist die bessere Entfaltung der Aromen eine wichtige Motivation hierfür. Ein weiterer Grund könnte darin liegen, dass sich viele Wirkstoffe der Gewürze durch das Erhitzen in Fett besser aufschließen und für den Körper besser aufzunehmen sind. Dies soll insbesondere für das im Kurkuma enthaltene Curcumin gelten, Studien hierzu gibt es noch nicht.

Wenn Sie also das nächste Mal mit diesem tollen Gewürz kochen, erhitzen Sie es zunächst kurz in heißem Öl. Bevorzugen Sie gesättigte und hitzebeständige Öle wie Kokosöl oder Rapsöl zum Braten und Kochen. Durch das Erhitzen lässt sich auch der leicht bittere Geschmack von Curcuma reduzieren.


Dosierung von Kurkuma und Kurkumin

Zunächst ist zu unterscheiden, in welcher Form die Wirkstoffe des Gelbwurz zu sich genommen werden:

Frische Kurkuma-Wurzel: Gehackten, frischen Gelbwurz, der noch die ätherischen Öle enthält, kann man hervoragend zum Einlegen, Kochen und für Salate verwenden.

Getrocknetes Kurkuma-Pulver: Die häufigste Verwendung, bei der einige Wirkstoffe durch das Trocknen verloren gehen, das Meiste jedoch erhalten bleibt.

Kurkuma-Extrakte: Das Kurkumin wurde extrahiert, um eine höhere Dosierung zu erhalten. Alle anderen Wirkstoffe des Gelbwurz gehen hierbei verloren, aber es lassen sich Curcumin Dosierungen erzielen, die auch in vielen Studien verwendet wurden.

Abzuraten ist von der Verwendung von Gewürzmischungen, da diese zu wenig Kurkuma enthalten. Es gibt keine festen Vorgaben, wie Kurkuma zu dosieren ist. Aus mehreren Quellen haben wir hier Empfehlungen zusammengestellt, die als Anhaltspunkt dienen sollen. Es ist sehr wichtig, zwischen dauerhafter, vorbeugender Anwendung und einer zeitlich begrenzten, hochdosierten Anwendung bei bestimmten Krankheiten und Symptomen zu unterscheiden.

Folgende tägliche Dosis für Erwachsene empfiehlt das University of Maryland Medical Center:

  • Frische, gehackte Kurkuma Wurzel: 1,5 bis 3 Gramm pro Tag
  • Getrocknete, pulverisierte Wurzel (Kurkuma): 1 bis 3 Gramm pro Tag
  • Kurkuma-Extrakt (Kurkumin): 1,2 bis 1,8 Gramm pro Tag

Bei akuten Erkrankungen sind die Dosierungen zu erhöhen!

Da Kurkumin vom Körper sehr schnell abgebaut wird, sollte die Einnahme über den Tag verteilt werden. 

Kurkuma-Kapseln erleichtern die Einnahme


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