CANNABIS UND HERPES: WIE ES HELFEN KANN

23.12.2018

CANNABIS UND HERPES: WIE ES HELFEN KANN

Herpes ist ein unheilbarer Virus. Es kann jedoch sein, dass Cannabis helfen kann. In der Tat scheint es, dass es helfen kann, Symptome zu behandeln, und potenziell virale Ausbrüche überhaupt zu verhindern.

Herpes ist nicht nur eine Krankheit oder Erkrankung. Es ist eigentlich eine Virusfamilie. Es ist jedoch für mehrere schwere und chronische Erkrankungen des Menschen verantwortlich. Dazu gehören Windpocken, Fieberbläschen, Herpes genitalis und Mono. Wenn Sie infiziert sind, verschwindet der Virus nie. Zusätzlich treten Symptome auf, wenn der Körper starkem Stress ausgesetzt ist.

Die häufigsten Formen des Virus sind Herpes Simplex 1 und Herpes Simplex 2 (oder HSV-1 und HSV-2). Oral Herpes (HSV-1) kann bei 30-95% der Bevölkerung vorhanden sein. Etwa 20% der US-amerikanischen Bevölkerung hat Herpes genitalis (HSV-2).

Die guten Nachrichten? Es scheint, dass Cannabis in der Lage sein könnte, dieses Problem zu behandeln. Warum? Cannabis besitzt nicht nur immunstärkende Eigenschaften, sondern kann auch Stress abbauen. Cannabinoide scheinen die Infektiosität des Virus sowie einige seiner schlimmsten Symptome zu reduzieren.

Kann Cannabis Herpes Behandeln?

Die guten Nachrichten? Es scheint, dass Cannabis sicherlich helfen könnte. Angefangen mit dem Verhindern von Ausbrüchen an erster Stelle. Obwohl klinische Daten (natürlich) immer noch schwer zu bekommen sind, ist das, was verfügbar ist, bereits viel versprechend. Frühe Studien aus dem Jahr 1980, die 1991 und 2004 wiederholt wurden, zeigen dasselbe: Mit HSV-1 oder 2 infizierte Zellen hörten auf, sich mit THC zu replizieren.

Noch aufregender? Eine Studie von 1991 ergab , dass THC auch die Infektionsraten senkte.

Die Cannabinoide können auch den Schmerz durch Herpes reduzieren.

Alles in allem scheinen Cannabinoide genau die richtigen Eigenschaften zu haben, um den Ausbruch des Virus zu bekämpfen. Cannabis scheint auch in der Lage zu sein, körperliche und psychische Stressfaktoren anzusprechen, wenn nicht sogar zu behandeln, die zu dessen Wiederauftreten führen können.


WAS IST HERPES?

Herpes wird von 2 unterschiedlichen Viren, dem Herpes-simplex-Virus 1 (HSV1) und dem Herpes-simplex-Virus 2 (HSV2), verursacht.

Das HSV1 verursacht vor allem den Herpes labialis (Lippenherpes). Das sind die bekannten Herpesbläschen, die vorwiegend an den Lippen, aber auch an anderen Stellen im Gesicht wie Augen oder Ohren auftreten. Herpes genitalis (Genitalherpes), eine Herpeserkrankung des Genitaltraktes, entsteht dagegen typischerweise durch eine Infektion mit HSV2. Grundsätzlich können aber beide Herpes-simplex-Viren die gleichen Erkrankungen auslösen.

Herpesviren verbleiben nach einer Ansteckung lebenslang im Körper, genauer in Nervenknoten, so genannten Ganglien. Ist das Immunsystem des Körpers beispielsweise durch eine Erkältung oder eine andere Infektion geschwächt, oder werden die infizierten Nerven gereizt, z. B. durch starke Sonneneinstrahlung oder hormonelle Schwankungen, können die Viren immer wieder entlang der Nervenzellen zur Hautoberfläche wandern. Dort verursachen sie die typischen Bläschen. Man nennt diesen Vorgang Reaktivierung.

Die erste Ansteckung (Primärinfektion) mit HSV2 verläuft meist schwer. Im Gegensatz dazu bleibt eine Ansteckung mit HSV1 an den Lippen oder im Gesicht oft unbemerkt. Meist schon im Kleinkindalter infizieren sich ungefähr 80% der Menschen in Deutschland mit HSV1. Die Ansteckung mit HSV2 erfolgt hauptsächlich ab der Pubertät und danach, also mit dem Beginn intimer Kontakte. Etwa 20-30% der Erwachsenen in Deutschland besitzen Antikörper gegen diesen Virus-Typ. Die Ausprägung der Erkrankung variiert stark. Reaktivierungen des Virus sind beim genitalen Herpes mit bis zu 12 Erkrankungen im Jahr häufiger als beim labialen Herpes (Lippenbläschen). Manche Menschen bekommen nie Herpesbläschen, obwohl sie das Virus in sich tragen.

Weitere Behandlungen

Mit dem Herpes-Virus muss ein lebenslanger chronischer Zustand gemeistert werden. Das bedeutet, dass andere Lebensstiländerungen erforderlich sind, um die schlimmsten Symptome zu kontrollieren. Eine gesunde Ernährung aufrechtzuerhalten, regelmäßig Sport zu treiben und ausreichend zu schlafen, ist entscheidend.

Berücksichtigen Sie bei der Integration von medizinischem Cannabis in das Herpes-Management auch, wie sich dies in Ihre gesunde Lebensweise auswirken wird.

Auch wenn es anfangs schwierig sein kann, wird auch diese vorübergehen. Viele Menschen, die dem Virus ausgesetzt sind, können mit einigen Lebensstil-Anpassungen umgehen. Und die beste Nachricht von allen? Dies ist ein Zustand, der bei Cannabis deutlich besser zu handhaben ist.

Quellen:

https://jgv.microbiologyresearch.org/content/journal/jgv/10.1099/0022-1317-49-2-427#tab2

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Suppressive+Effect+of+%CE%B4-9-Tetrahydrocannabinol+on+Herpes+Simplex+Virus+Infectivity+In+Vitro



Haftungsausschluss und allgemeiner Hinweis zu medizinischen Themen: Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung und sind nicht zur Diagnose, Behandlung, Heilung oder Verhütung von Krankheiten gedacht. Sie ersetzen keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und dürfen nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden. Konsultieren Sie bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden immer den Arzt Ihres Vertrauens! Wir und unsere Autoren übernehmen keine Haftung für Unannehmlichkeiten oder Schäden, die sich aus der Anwendung der hier dargestellten Information oder Produkte ergeben. Die abgebildeten CBD-Produkte und Mikronährstoffe werden als Nahrungsergänzungsmittel angeboten, stellen keinesfalls einen Ersatz für irgendein verschriebenes Medikament dar und dürfen bei Schwangerschaft oder Stillen nicht angewendet werden. Alle Texte erheben weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden.