Ingwer – Wirkung, Anwendung

12.12.2018

Gegen jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen. Und gegen Muskelschmerz gar eine Wurzel. Bei Muskelschmerzen hilft - mehrmals täglich roh oder erhitzt verzehrt - Ingwer. Das verkündet eine neue Studie, die kürzlich im Fachblatt Journal of Pain erschienen ist. Offenbar können mit der scharfaromatischen Wurzel sogar solche Schmerzen effektiv gelindert werden, die durch massive Muskelüberanstrengung verursacht wurden.

Bereits bis ins 6. Jahrhundert v. Chr. reicht die Verwendung dieser Heilpflanze zurück. Ingwer wurde damals vor allem von Indern und Chinesen genutzt und erst Jahrhunderte später wurde die tolle Knolle auch von den Arabern entdeckt. Diese brachten die Ingwerknolle in den Mittelmeerraum und von da aus gelang er, etwa im 16. Jahrhundert, auch nach Europa eingeführt.

Schon im Mittelalter war die Knolle ein sehr beliebtes Gewürz und es gab fast kein Rezept am englischen Königshof, welches ohne Ingwer kreiert wurde. Während es in Europa aber ausschließlich als Gewürz verwendet wurde, hatten die Inder sowie die Chinesen diese Knolle auch als Heilpflanze in Gebrauch. In der traditionellen chinesischen Medizin wie auch in der indischen Naturheilkunde Ayurveda hatte Ingwer schon lange einen festen Platz.

Mittlerweile belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien, die hohe Wirksamkeit von Ingwer bei den verschiedensten Leiden. 


Zusammenfassung: Bei diesen Leiden kann Ingwer lindernd und unterstützend wirken:

  • Erkältung / Grippaler Infekt
  • Übelkeit / Reiseübelkeit / Seekrankheit
  • Schmerzen / Migräne
  • Menstruationsbeschwerden
  • Chronischer Husten / Bronchitis
  • Schwangerschaftsübelkeit
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Arthritis / Arthrose / Rheuma
  • Entschlackung / Diät
  • Darmkrebs / Magenkrebs

Inhaltsstoffe von Ingwer

Ingwer hat einen besonders angenehmen und aromatischen Duft, der Geschmack allerdings ist scharf und würzig, vermischt mit einer milden Süße. Für die Schärfe im Ingwer sind vor allem die Inhaltsstoffe Gingerol und Shogaol zuständig, die erst Ende des 19. Jahrhunderts zum ersten Mal isoliert wurden. Aus dieser Isolierung entstand eine braune sehr scharfe Paste, die man Oleoresin nennt. Aus dieser Paste wiederum wurden die Inhaltsstoffe Gingerol und Shogaol gewonnen. Nach und nach konnten die Wissenschaftler noch weitere bioaktive Stoffe aus Ingwer extrahieren. Dazu gehören auch die ätherischen Öle Zingiberol und Zingiberen, Harzsäuren wie auch Vitamin C und viele wichtige Mineralstoffe. Weiterhin wurden Borneol und Cineol in der Ingwerwurzel gefunden.

  • Gingerol und Shogaol: Es wurde belegt, dass Gingerole eine wichtige Rolle bei Schmerzen spielen. Dies heißt, dass es durch Ingwer eine Schmerzlinderung bei vielerlei Beschwerden eintritt. Außerdem wirken sie entzündungshemmend und antibakteriell. Weiterhin blockierten Shoagole sowie Galanolacton den Auslöser für Brechreiz und können daher Schwangeren sehr gut über die morgendliche Übelkeit hinweg helfen.
  • Zingiberol und Zingiberen: Zingiberol und Zingiberen sind ätherische Öle, über die leider noch nicht allzu viel bekannt ist.
  • Borneol: Borneol ist ein sekundärer Pflanzenstoff mit einem hohen Anteil an ätherischen Ölen. Diesem Wirkstoff wird eine verdauungs- und magenfreundliche sowie kreislaufanregende Eigenschaft zugeschrieben.
  • Cineol: Cineol ist beispielsweise auch in Minze oder Eukalyptus enthalten und wirkt lindernd bei Atemwegserkrankungen und Asthma. Cineol wirkt außerdem kreislaufanregend und magen- sowie verdauungsfreundlich.
  • Vitamin C: Ingwer enthält jede Menge Vitamin C. In 100 Gramm Ingwer sind 5000 Mikrogramm (µg) Vitamin C enthalten. Diese ist nicht nur gut für das Immunsystem, sondern auch für die Aufnahme von Eisen aus der Nahrung und ist wichtig für die Proteinsynthese.
  • Eisen: Insbesondere Eisen ist ein sehr wichtiges Spurenelement, das der Körper benötigt, da dieses für den Sauerstofftransport wie auch für die Sauerstoffverwertung im Körper zuständig ist. In 100 Gramm Ingwer sind 500 Mikrogramm (µg) Eisen enthalten.

Auch Calcium, Kalium, Phosphor und Natrium sind in Ingwer enthalten. Diese wichtigen Mengenelemente werden ebenfalls vom Körper benötigt.

Ingwer hat aber mit Sicherheit noch einige Überraschungen auf Lager. Denn auch wenn die tolle Knolle schon sehr lange für ihre heilenden Inhaltsstoffe bekannt ist, ist sie noch lange nicht komplett analysiert.

Wirkung von Ingwer

Die Ingwerknolle hat viele Substanzen, die auf den Körper sehr positiv wirken. Sie stärkt nicht nur das Immunsystem, sondern bringt auch den Stoffwechsel in Schwung, regt die Fettverbrennung an und ist für Schwangere ein wichtiger Helfer. Weiterhin wirkt sie schmerz- und entzündungslindernd und ist ein sehr gutes Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen. Außerdem soll Ingwer gegen Alzheimer vorbeugen. Menschen, die eine Gewichtsreduktion anstreben, schwören ebenfalls auf Inger, da die Inhaltsstoffe die Fettverbrennung maßgeblich ankurbeln und das überschüssige Fett in Wärme umwandeln. 

Schon im Mittelalter war die Knolle ein sehr beliebtes Gewürz und es gab fast kein Rezept am englischen Königshof, welches ohne Ingwer kreiert wurde. Während es in Europa aber ausschließlich als Gewürz verwendet wurde, hatten die Inder sowie die Chinesen diese Knolle auch als Heilpflanze in Gebrauch. In der traditionellen chinesischen Medizin wie auch in der indischen Naturheilkunde Ayurveda hatte Ingwer schon lange einen festen Platz.

Mittlerweile belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien, die hohe Wirksamkeit von Ingwer bei den verschiedensten Leiden. 


Zusammenfassung: Bei diesen Leiden kann Ingwer lindernd und unterstützend wirken:

  • Erkältung / Grippaler Infekt
  • Übelkeit / Reiseübelkeit / Seekrankheit
  • Schmerzen / Migräne
  • Menstruationsbeschwerden
  • Chronischer Husten / Bronchitis
  • Schwangerschaftsübelkeit
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Arthritis / Arthrose / Rheuma
  • Entschlackung / Diät
  • Darmkrebs / Magenkrebs


Rezept: Ingwertee

Bei Erkältungen ist es immer empfehlenswert, viel zu trinken. Als besonders wirkungsvoll gilt ein frischer Ingwertee, da Ingwer eine immunstimulierende und desinfizierende Wirkung nachgesagt wird.

Zubereitung von Ingwertee:

  1. Geben Sie zwei Esslöffel frisch geriebenen Ingwer in einen Topf.
  2. Fügen Sie einen Liter Wasser hinzu und lassen Sie die Flüssigkeit zehn Minuten lang kochen.
  3. Seihen Sie anschließend den Tee ab und verfeinern Sie ihn nach Belieben entweder mit Honig oder einem Spritzer Zitronensaft.

Ingerwasser selbst machen - so gehts!

Im Gegensatz zum Ingwertee wird bei Ingwerwasser der Ingwer nicht mitgekocht, sondern lediglich mit heißem Wasser übergossen.

Zubereitung von Ingwerwasser:

  1. Reiben Sie vier Scheiben Ingwer klein und übergießen Sie diese mit heißem Wasser.
  2. Lassen Sie die Flüssigkeit anschließend zehn Minuten lang zugedeckt ziehen.

Ingwerwasser ist sowohl bei bereits ausgebrochenen Erkältungen als auch zu deren Vorbeugung empfehlenswert.