Vitamin K2

29.11.2018

Vitamin K - Das vergessene Vitamin

Die wenigsten Menschen wissen wie wichtig Vitamin K für ihren Körper ist. Vitamin K kontrolliert nicht nur die Blutgerinnung, es aktiviert auch die Knochenbildung und schützt sogar vor Krebs. Vitamin K hindert das Calcium im Blut daran, sich als tödliche Plaque in den Arterien festzusetzen und hält so unsere Gefässe sauber.

Was ist Vitamin K

Vitamin K gehört wie auch Vitamin A, D und E zu den fettlöslichen Vitaminen. Um deren Aufnahme über die Nahrung zu steigern ist der gleichzeitige Verzehr von gesunden Fetten oder Ölen deshalb sehr förderlich.

Es gibt zwei natürlich vorkommende Formen von Vitamin K: Vitamin K1 und Vitamin K2. Vitamin K2 scheint jedoch von beiden die aktivere Form zu sein.

Vitamin K1 kommt hauptsächlich in den Blättern verschiedener Grünpflanzen vor, worauf wir weiter unten noch eingehen. Vitamin K1 kann also über die Nahrung aufgenommen und vom Organismus - so vermutet man - zum aktiveren Vitamin K2 umgewandelt werden.

Vitamin K2 wird hingegen von Mikroorganismen gebildet - unter anderem auch von den Bakterien unserer eigenen Darmflora und kann direkt über die Darmzellen aufgenommen werden. Nicht nur deshalb ist ein gesunder Darm eine grundlegende Vorraussetzung für die Versorgung mit allen Nährstoffen und Spurenelementen, die unser Körper zum Leben braucht. Auch rohes Sauerkraut, Butter, Eidotter, Leber, manche Käsesorten und das fermentierte Sojaprodukt Natto sind Vitamin-K2-Quellen.

Vitamin K1

  • aktiviert den Gerinnungsfaktor Prothrombin in der Leber.

Vitamin K2

  • aktiviert ebenfalls den Gerinnungsfaktor Prothrombin in der Leber.
  • aktiviert Osteocalzin, welches die Mineralisierung von Knochen und Zähnen reguliert.
  • aktiviert das Matrix-GLA-Protein (MGP), welches freies Calcium bindet und so die Verkalkung von Gefäßen und Organen verhindert.
  • aktiviert Gas6, welches Zellteilung, Zelldifferenzierung und Zellmigration reguliert und an wichtigen Reperaturprozessen in verschiedenen Gefäßen und Organen beteiligt ist.

Vitamin K2 spielt aufgrund dieses sehr viel breiten Wirkspektrums eine weit größere Rolle für die Gesundheit als Vitamin K1. (36, 48) Noch ist seine Funktion nicht vollständig erforscht, bereits bekannt sind jedoch wichtige Funktionen wie

  • Gesunderhaltung von Knochen, Gefäßen und Haut,
  • Verhinderung von chronischen Entzündungen
  • Schutz von Nerven und Gehirn,
  • Schutz des Herzens und in der
  • Prävention von Krebs

Vitamin K2 - Funktionen im Körper

Vitamin K tanzt hinsichtlich Name bei den Vitaminen (A bis E) sehr aus der Reihe. Tatsächlich steht das K für Ko-Agulation und beschreibt die erste wichtige Funktion von Vitamin K:

Koagulation

Wird ein Blutgefäß im Körper verletzt, muss es wieder geflickt werden. Wird eine Wunde festgestellt, tritt mithilfe von Vitamin K eine Gerinnungskaskade in Kraft, um das Blut um die Wunde herum verklumpen zu lassen und die Wunde so zu schließen. Die Blutplättchen helfen da kräftig mit. Wem Vitamin K fehlt, dem droht ein erhöhtes Risiko an inneren und äußeren Blutungen und erheblichem Blutverlust.

Die Erbkrankheit Hämophilie hat etwas mit der Blutgerinnung zu tun, weswegen Betroffene ständig Gefahr laufen, schon bei kleinen bis mäßigen Schnittverletzungen zu verbluten.

Starke Knochen

Wie Du vielleicht aus diesem Artikel (Vitamin D Mangel) weißt, befasst sich Vitamin D mit der Aufnahme von Kalzium aus der Nahrung oder, bei zu wenig Calcium in der Nahrung, aus dem Knochen. In der Regel ist das Kalzium aus der Nahrung jedoch ausreichend, und so nimmt Vitamin D das Kalzium aus der Nahrung ins Blut auf.

Um das Kalzium jedoch in die Knochen einlagern zu können, wird Vitamin K2 benötigt. Vitamin K2 aktiviert ein Enzym namens Gamma-Glutamyl-Carboxylase, das das Kalzium bindet, in den Knochen einbaut und Zellen aktiviert, die diesen Knochenaufbau durchführen (Osteoblasten) [3,8].

Soll heißen: Kein Vitamin K2, keine wirklich starken Knochen. Und das ist auch der Grund, warum Naturvölker so starke Knochen haben: Sie sind genug in der Sonne und haben garantiert keinen Vitamin D Mangel; die Tiere, die sie essen, enthalten von Natur aus genug Vitamin K. Und werden dem Körper alle Bausteine geliefert, die er benötigt, dann liefert er auch. In dem Fall starke Knochen.

Was bei uns heute leider nicht mehr oft der Fall ist, da fast jeder Deutsche an Vitamin D Mangel leidet und ähnlich viele an Vitamin K Mangel.

Sexualhormone

Vitamin K2 ist wichtig für die Bildung von Sexualhormonen, besonders zum Testosteron steigern - bei Männlein und Weiblein. Ja, liebe Frauen, auch ihr habt etwas Testosteron im Blut, für das Vitamin K2 benötigt wird. Kein K2 bedeutet eine beeinträchtigte Bildung an Sexualhormonen.

Gefäßverkalkung

Bei Gefäßverkalkung und Arteriosklerose lagert sich ein Gemisch aus Kalzium, Fett und Cholesterin an den Gefäßwänden ab. Was hat hier das Kalzium verloren? Du weißt, dass Vitamin D Kalzium ins Blut aufnimmt, aber bei Vitamin K Mangel kann das Kalzium aus dem Blut nicht verteilt werden. Ein erhöhtes Risiko für Arteriosklerose und Gefäßverkalkung besteht.

Genug Vitamin K kann hier gegensteuern und wirkt so vorbeugend vor Gefäßverkalkung

Vitamin K2 und die Einnahme von Blutverdünnern

Menschen, die auf die Einnahme von Blutverdünnern (Antikoagulantien) angewiesen sind, sollten Vitamin-K-Präparate nur unter ärztlicher Aufsicht einnehmen. Die blutverdünnenden Medikamente enthalten teilweise Wirkstoffe wie Cumarin, Phenprocoumon und Ethylbiscoumacetat - diese Wirkstoffe sind Vitamin-K-Antagonisten und hemmen die Aktivierung der Blutgerinnungsfaktoren durch eine Unterbrechung des Vitamin-K-Zyklus.

Durch die Einnahme von Vitamin K können diese Medikamente teilweise oder ganz unwirksam werden, wenn sie nicht richtig auf die K2-Spiegel eingestellt sind, weshalb in diesen Fällen Vorsicht geboten ist.

Entgegen oft verbreiteter Falschinformationen ist auch Vitamin K2 in der Lage, die Blutgerinnungsfaktoren zu aktivieren und zeigt eine mindestens gleichwertige, wenn nicht bessere Wirkung als Vitamin K1.

Vitamin K und D gegen Herzerkrankungen

Die Wirkung von Vitamin K bei der Prävention von Herzerkrankungen hängt eng mit Vitamin D zusammen. Beide Nährstoffe arbeiten Hand in Hand, um die Produktion eines Proteins (Matrix GLA-Protein) zu steigern, welches die Blutgefässe vor Verkalkung schützt. Daher ist es wichtig, beide Vitamine durch die Nahrung, durch Sonnenlicht oder durch Nahrungsergänzungsmittel zu sich zu nehmen und so auf natürliche Weise das Herzerkrankungsrisiko zu senken.

Lebensmittel mit viel Vitamin K

Wir haben Ihnen in der folgenden Liste einige besonders Vitamin-K-reiche Lebensmittel zusammengestellt, die Ihre Vitamin-K-Werte im Blut steigern können. Es lohnt sich, diese Lebensmittel mit in Ihre tägliche Ernährung aufzunehmen - nicht nur, weil sie Ihren Vitamin-K-Bedarf abdecken, sondern auch weil sie eine Vielzahl anderer Mikronährstoffe enthalten.

  • Grünes Blattgemüse: Der Bedarf an Vitamin K1 kann beispielsweise durch den Verzehr von viel grünem Blattgemüse wie Spinat, Blattsalat oder Portulak gewährleistet werden. Grünes Blattgemüse enthält jedoch nicht nur grosse Mengen Vitamin K1, sondern natürlich auch viele andere gesundheitsfördernde Stoffe wie beispielsweise Chlorophyll. Aus grünem Blattgemüse kann man mit Hilfe eines Mixers leckere grüne Smoothies zubereiten und auf diese Weise ganz einfach seinen Anteil an grünem Blattgemüse in der Ernährung erhöhen.

Falls Sie dennoch Probleme haben sich ausreichend mit grünem Blattgemüse zu versorgen, eignen sich auch grüne Drinks aus Graspulver (Weizengras, Kamutgras, Gerstengras, Dinkelgras oder auch eine Kombination aus verschiedenen Gräsern und Kräutern) als tolle alternative Vitamin-K-Quelle. Gerstengrassaftpulver aus hochwertiger Quelle beispielsweise enthält in einer Tagesdosis von 15 Gramm bereits mindestens die doppelte empfohlene Tagesdosis Vitamin K1.

  • Rote Bete Blätter: Die meisten Menschen wissen gar nicht, dass die Blätter der Roten Bete auch als grünes Blattgemüse gelten. Dabei enthalten sie weitaus mehr Mineral- und Nährstoffe als die Knolle. In den Blättern der Roten Bete ist sogar 2000mal mehr Vitamin K zu finden als in der Knolle - eine wahre Vitalstoffquelle!
  • Kohl: Grünkohl enthält von allen Gemüsearten das meiste Vitamin K1. Aber auch andere Kohlarten wie Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl oder Weisskohl enthalten sehr viel Vitamin K1. Weisskohl liefert ausserdem - aufgrund seines Gehalts an Mikroorganismen - Vitamin K2, wenn er in Form von Sauerkraut verzehrt wird. Weisskohl enthält zudem grosse Mengen anderer gesunder Mikronährstoffe, weshalb er sogar medizinisch angewendet wird.
  • Petersilie: Auch Kräuter wie Petersilie und Schnittlauch enthalten viel Vitamin K. In Petersilie ist eine ganze Bandbreite wichtiger Vitamine zu finden, so dass sie mancher Nahrungsergänzung Konkurrenz macht.
  • Avocado: Die Avocado enthält nicht nur interessante Vitamin-K-Mengen, sondern versorgt ausserdem mit wertvollen Fetten, die für die Resorption des fettlöslichen Vitamins vonnöten sind. In Gegenwart der Avocado werden natürlich auch viele andere fettlösliche Stoffe, wie Vitamin A, Vitamin D, Vitamin E, Alpha- und Beta-Carotin, Lutein, Lycopin, Zeaxanthin oder auch Calcium besser resorbiert.

Die optimale Versorgung mit Vitamin K2, Vitamin D3 und Calcium

Je nach Art Ihrer Ernährung empfehlen wir daher, die Einnahme eines Nahrungsergänzungsmittels mit Vitamin K2 zu überdenken. Berücksichtigen Sie dabei, dass Vitamin K2 im Körper gemeinsam mit Vitamin D3 und Calcium agiert.

Ist Ihre Ernährung ausserdem eher arm an bioverfügbarem Calcium und Magnesium im richtigen Verhältnis, dann können Sie zusätzlich auf ein ganzheitliches Mineralstoffpräparat zurückgreifen, wie z. B. die natürliche Sango Meeres Koralle. Auf diese Weise sind Sie umfassend mit dem Trio "Vitamin D3, Vitamin K2 und Calcium" versorgt.